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Allgemein:

"Vater unser in der Hölle"

Willkommen auf der Homepage zum Buch

`Vater unser in der Hölle' ist die Geschichte der `Angela Lenz'. Eine Geschichte von Gewalt, Folter und Missbrauch. Und von der Kunst des Überlebens. Drei Jahre war das Buch vergriffen. Jetzt erscheint es aktualisiert und um Vieles erweitert neu.

Das Buch über Leben und Therapie einer Frau mit dissoziativer Identitätsstörung erschien 1996. Vier Jahre hatte ich sie begleitet; Kontakt halten wir bis heute. In diesen 15 Jahren recherchierte ich mich durch die deutsche Psycho-Szene.

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Über sexuelle Gewalt, Inzest, Alkohol-, Drogen-, Spielsucht schrieb ich schon im relativ harmlosen Umfeld als Brigitte-Redakteurin. Ich meinte, mich könnte nichts überraschen. Aber nun kamen die Themen Folter, okkulte Gruppen, organisierte Kriminalität hinzu. Und eine kontroverse Debatte.

1997 lud mich die Enquete-Kommission `Sog. Sekten und Psychogruppen' des Bundestages ein. Es folgten Anhörungen, eine Bundestagsanfrage, Artikel, Vorträge in Deutschland, USA, Kanada, Belgien. Mehrere Dokumentar- und Spielfilme ließen sich von diesem Buch inspirieren. Ich wurde Mitbegründerin einer Stiftung für Opfer ritueller Gewalt, gebe mein Wissen in Fortbildungen an KollegInnen, TherapeutInnen und manchmal in Seminaren zur Sektenkriminalität an die Kripo weiter.
Seit 2004 war `Vater unser in der Hölle' vergriffen. Der Verlag entwickelte sich in andere Richtung und verzichtete auf eine Neuauflage. Verständlich: Ballett und ritueller Missbrauch gehören nicht zwingend zusammen. Acht Jahre sind eine gute Zeit für dieses Buch, fand ich. Andere fanden das nicht: Plötzlich wurden bei ebay bis zu € 200 pro Exemplar gezahlt. Auch Verlage boten mit. Ich beugte mich dem Interesse, aktualisierte das Buch und warf erneut einen Blick auf den Umgang mit schwer traumatisierten Menschen. Kalt und bitter wurde mir da.

`Vater unser in der Hölle' brachte mir viel Anerkennung, wenig unsachliche Kritik, aber es kostete mich `Seelengeld' – um eine schöne Formulierung von Wolf Biermann zu entwenden. Jetzt gehe ich zu anderen Themen und stelle hier die Geschichte des Buches und Texte zum Bereich Trauma zum Lesen zur Verfügung.

Übrigens: Wenn mir das Thema zu hart wurde, schrieb ich ironische Kurzgeschichten – als Psycho-Hygiene, wie es die Szene nennt. Falls es Ihnen auf diesen Seiten zu hart wird, lesen Sie doch eine davon: `Nur noch einmal' handelt von den Wünschen einer 80jährigen und ist die Titelgeschichte meiner Anthologie, die bei Piper und Rowohlt erschien und nun wieder vergriffen ist (kleiner Hinweis an Verlage und Ebay-Nutzer).

Letzte Änderung am Montag, 7. Dezember 2009 um 16:03:14 Uhr.

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